Geplanter Viertelstundentakt auf der Linie Frauenfeld–Wil (S15) für 2035
Im Zeithorizont 2035 soll auf der Linie S15 zwischen Frauenfeld und Wil während der Hauptverkehrszeiten ein Viertelstundentakt eingeführt werden. Damit sollen die Kapazitäten erhöht und gute Anschlüsse an den Fernverkehr in Frauenfeld und Wil sichergestellt werden. Dieses erweiterte Angebot wird mit vier Fahrzeugumläufen realisiert – dank sogenannter Kurzwenden an den Endbahnhöfen Frauenfeld und Wil.
Damit die kürzeren Fahrzeiten eingehalten werden können, sind verschiedene Massnahmen zur Fahrzeitreduktion notwendig. Betriebsstudien und Robustheitsanalysen zeigen, dass der Halt Jakobstal in diesem neuen Konzept nicht mehr berücksichtigt werden kann. Um ihn beizubehalten, wären entweder fünf statt vier Umläufe oder kostspielige Infrastrukturmassnahmen erforderlich. Diese Zusatzkosten stehen in keinem sinnvollen Verhältnis zum Nutzen, zumal Jakobstal mit durchschnittlich nur rund zehn Einsteigenden pro Werktag die am schwächsten frequentierte Haltestelle der S15 ist.
Im Rahmen des neuen Fahrplankonzepts sind neue Kreuzungsstellen in Lüdem und Jakobstal sowie der Umbau der bestehenden Haltestelle Münchwilen Pflegeheim zu einer Kreuzungsstelle geplant.
Im Juni informierten die Appenzeller Bahnen und der Kanton Thurgau an einer öffentlichen Veranstaltung in Wängi direkt Betroffene und Interessierte über den geplanten Ausbau. Dabei wurden insbesondere die Ergebnisse zur geplanten Kreuzungsstelle Jakobstal präsentiert. Die Auswirkungen des Viertelstundentakts auf den Strassenverkehr werden zusammen mit dem Kanton Thurgau analysiert. Wo nötig, sollen passende Massnahmen an Verkehrsknoten umgesetzt werden.
Der geplante Viertelstundentakt ist Teil des nationalen Bahnausbauschritts STEP 2035. Die Planung für die nötigen baulichen Anpassungen auf der Strecke Frauenfeld–Wil ist im Gang. Der genaue Zeitpunkt der Umsetzung hängt auch von weitergehenden Ausbauten im Fernverkehr ab.